Alexander Chee: Edinburgh
Der US-amerikanische Autor Alexander Chee wird dem deutschen Publikum in diesem Frühjahr gleich mit zwei Übersetzungen vorgestellt: neben dem jüngeren Essayband "Wie man einen autobiografischen Roman schreibt" erscheint auch endlich Chees berührender Debütroman "Edinburgh" aus dem Jahr 2001 in deutscher Sprache. Darin erzählt der Autor von den sexuellen Übergriffen eines Chorleiters aus der Perspektive eines unbeteiligten Schülers, der sich gerade seiner schwulen Sehnsüchte bewusst wird. Der Junge begreift, was um ihn herum geschieht, ist aber nicht in der Lage, etwas dagegen zu unternehmen. Eine Erfahrung, die ihn für sein ganzes Leben prägt. Tilman Krause hat "Edinburgh" für uns gelesen.