queerfilmnacht

Below Her Mouth

Below Her Mouth

Im März in der queerfilmnacht: Lesbische Erotik aus der richtigen Perspektive. Dass “Below Her Mouth” von einem reinen Frauenteam gedreht worden ist, ist vor allem deshalb wichtig, weil er sich traut, offen und selbstbewusst viel lesbischen Sex zu zeigen. Die Story verlässt sich auf die üblichen Hetero-zu-L-Konflikte, gibt aber dem physischen Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen (u.a. das androgyne Top-Model Erika Linder) viel Raum und begnügt sich nicht nur mit Andeutungen. Von Alexandra Seitz.
King Cobra

King Cobra

Der neue Film von Justin Kelly („I Am Michael“) basiert auf der unfassbaren Geschichte des heute 30-jährigen Sean Paul Lockhart, a.k.a. Brent Corrigan, dem ersten schwulen Porno-Megastar des Online-Zeitalters, und seines Entdeckers Bryan Kocis, Chef von Cobra Video, der 2007 unter abstrusen Umständen ermordet wurde. Bei einem derart abseitigen und vor allem queer-relevanten Stoff darf in Hollywood James Franco nicht mehr fehlen, der „King Cobra“ produziert hat und darin zudem in der Rolle eines tobsüchtigen Ex-Escorts glänzt. Mit Christian Slater, Molly Ringwald, Alicia Silverstone und Garrett Clayton ist Kellys kühne Mischung aus trashigem Erotikthriller und entlarvender Porno-Satire aber auch ansonsten hochkarätig besetzt. Ein Film, der nicht nur Corrigan- und Franco-Fans in Erregung versetzen dürfte. Von Patrick Heidmann.
Departure

Departure

Andrew Steggall erzählt in seinem Regiedebüt "Departure", das im Dezember in der queerfilmnacht läuft, von einem Spätsommer in Südfrankreich, in dem eine Kindheit zu Ende geht und die Illusion der heilen bürgerlichen Familie zerbricht. Der britische Nachwuchsstar Alex Lawther, der bereits als junger Alan Turing in „The Imitation Game“ glänzte, spielt darin den Teenager Elliot: einen schriftstellerisch begabten Träumer, der beherzt nach einer Sehnsucht greift, die schon lange zuvor in der Luft lag. Ein märchenhaft melancholischer Film im Zeichen jugendlichen Aufbruchs. En garde! Von Matthias Frings.
Barash

Barash

Der israelische Coming-of-Age-Film „Barash“, der im November in der queerfilmnacht läuft, wurde von der Filmkritik mit Abdellatif Kechiches Cannes-Gewinner „Blau ist eine warme Farbe“ verglichen: ähnlich authentisch, genauso hip! Das Besondere an Michal Viniks Regiedebüt ist sein politischer Subtext: „Barash“ erzählt nicht nur davon, wie es für ein Mädchen ist, sich das erste Mal in anderes Mädchen zu verblieben, sondern stellt auch die Frage, wie frei man als junge Frau im heutigen Israel leben kann. Von Tania Witte.
Théo & Hugo

Théo & Hugo

Im Oktober erstrahlt die queerfilmnacht im tiefroten und -blauen Licht eines Pariser Sexclubs. Dort begegnen sich die Körper von Théo und Hugo. Ein erster Blick, und sie begehren nur noch einander. Nach dem Sex verlassen sie zusammen den Club, laufen einfach los, reden über die Schönheit von Penissen, den Rausch der Sinne, die große Liebe. Bis ein Detail alles durcheinander­ wirbelt... Der neue Film von Olivier Ducastel und Jacques Martineau („Felix“, 2000; „Mein wahres Leben in der Provinz“, 2002), der am 20. Oktober auch regulär im Kino startet, machte schon auf der Berlinale aufgrund seiner furiosen und expliziten 18-minütigen Eröffnungssequenz von sich reden, erhielt (nicht nur dafür) den Publikums-Teddy und wurde seitdem in Frankreich und Großbritannien als kleines Kinowunder gefeiert. Seine radikale Romantik macht „Théo & Hugo“ zu einem der aufregendsten queeren Liebesfilme seit Jahren. Von Carsten Moll.
queerfilmnacht

queerfilmnacht

Manche Filme muss man einfach auf der großen Leinwand sehen! Deswegen präsentiert die SISSY ab sofort die queerfilmnacht: die neue Filmreihe, die Gay- und L-Filmnacht ersetzt und deutschlandweit in knapp 25 Kinos die besten Filme zeigt, die das queere Weltkino aktuell zu bieten hat – von preisgekrönten Festivalhits über Publikumslieblinge bis hin zu heiß gehandelten Geheimtipps.