Articles Written By: Andreas Köhnemann

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Khaled Alesmael: Selamlik

Khaled Alesmael: Selamlik

In seinem autobiografisch gefärbten Debütroman "Selamlik" erzählt der syrische Autor Khaled Alesmael von Furat, der in einer gutbürgerlichen Familie aufwächst. Während seiner Studienzeit in Damaskus erkundet Furat das heimliche Leben schwuler Männer in Parks, Saunen und Pornokinos. Während des Bürgerkriegs werden die Schwulen des Landes von islamistischen Rebellen gezielt gejagt. Als das Haus von Furats Familie von Kampftruppen attackiert wird, flieht der junge Mann nach Schweden und wird dort im Asylantenheim erneut mit der Homophobie seiner Landsleute konfrontiert. Unser Autor Matthias Frings über eine wuchtige Geschichte zwischen Sex und drohendem Tod.
Kiss Me Kosher

Kiss Me Kosher

"Shalom Shabbat": Bereits bei der Begrüßung in Tel Aviv läuft so einiges durcheinander. Und es soll noch komplizierter werden für ein lesbisches Paar, das eigentlich nur zusammen in die Zukunft blicken will, dabei aber mit familiärem Widerstand und der eigenen Geschichte konfrontiert wird. Autorin und Regisseurin Shirel Peleg verhandelt in ihrem Spielfilmdebüt "Kiss Me Kosher", das jetzt im Kino läuft, auf offene, unterhaltsame Weise die deutsch-israelischen Beziehungen und macht dabei mit viel Witz auch Platz für kulturelle Annäherungen und Neuanfänge, findet unsere Autorin Elisabeth Hergt.
Five Dances

Five Dances

Ein junger Tänzer kommt in die große, kalte Stadt und alles, was er hat, ist sein Körper. Alan Browns ("Private Romeo") neuer Spielfilm "Five Dances", der ab heute als Stream zum Ausleihen und Kaufen im Salzgeber Club zur Verfügung steht, ist ein Probenraum-Kammerspiel, in dem Bewegungen Geschichten erzählen, Positionen Beziehungen und ein Tanz das ganze Leben. Unser Autor Gunther Geltinger über Schmerz, Poesie und das Schöne in der Gebrochenheit.
Simon Raven: Almosen fürs Vergessen – Fielding Gray

Simon Raven: Almosen fürs Vergessen – Fielding Gray

Die Romanreihe „Almosen fürs Vergessen“ von Simon Raven erscheint erstmals in deutscher Übersetzung. Die zehn Bände umspannen die Jahre 1945 bis 1973. Miteinander verwoben sind sie durch die Mitglieder einer Gruppe privilegierter Internatsschüler, die im ersten Band „Fielding Gray“ in  Schaltstellen der britischen Gesellschaft aufzurücken versuchen. Der strebsame Titelheld Fielding Gray verliebt sich vor Antritt seines letzten Schuljahres in den unschuldigen blonden Christopher. Eine Tragödie bahnt sich an – und Fieldings strahlende Zukunft gerät ins Wanken. Unser Autor Tilman Krause empfand die elegant-lakonische Erzählweise Ravens als very british.
Der Samurai

Der Samurai

Der Kurzfilm „Cowboy“ von Till Kleinert war bereits ein Vorgeschmack darauf, wie originell es der dffb-Absolvent hinbekommt, deutsche Provinztristesse in exzessives, großspuriges und queeres Horrorkino umschlagen zu lassen. Sein erster Langspielfilm „Der Samurai“, der ab Donnerstag als Stream zum Ausleihen und Kaufen im Salzgeber Club zur Verfügung steht, lässt ein Fantasy-affines Publikum mit großen Augen zurück. Splatter und Explosionen mag man gewohnt sein – einen schwertschwingenden Serienkiller im Kleid bekommt man indes nicht alle Tage zu Gesicht, stellt unser Autor Thomas Groh fest.
Mary MacLane: Ich erwarte die Ankunft des Teufels

Mary MacLane: Ich erwarte die Ankunft des Teufels

Als Mary MacLane 1902 ihr erstes, im Tagebuchstil verfasstes Buch veröffentlichte, wurde ihr Name zum Inbegriff der rebellischen jungen Frau. Die 19-jährige Ich-Erzählerin wünscht sich Napoleon oder am besten gleich den Teufel als Liebhaber und sehnt eine Revolution herbei. Sie hasst ihr Umfeld im provinziellen Montana, ebenso wie ihre Haushaltspflichten. Trotz ihrer Einsamkeit ist sie voller Kraft. Über 100 Jahre später erscheint „Ich erwarte die Ankunft des Teufels“ zum ersten Mal in deutscher Übersetzung – und fasziniert noch immer, wie unser Autor Joachim Bartholomae aufzeigt.
Kopfplatzen

Kopfplatzen

Jetzt im Kino: In dem bewegenden Drama "Kopfplatzen" von Savaş Ceviz spielt Max Riemelt ("Freier Fall") einen Pädosexuellen, der gegen die immer lauter werdenden Rufe in seinem Kopf ankämpft. Unser Autor Philipp Stadelmaier ist nicht nur von Riemelts mutiger Rollenwahl und aufwühlender Darstellung beeindruckt, sondern hat in "Kopfplatzen" auch interessante Antworten auf die Frage gefunden, wie man filmisch ein Begehren zeigen kann, das permanent unterbrochen werden muss.
Sturmland

Sturmland

Der Film „Sturmland“ von Ádám Császi traut sich, einen Traum zu formulieren, der vor erotischer Sehnsucht nur so platzt: wie sich drei Jungs aus nichts und im Nirgendwo ein Haus bauen, Bienen züchten und aus allem aussteigen wollen, was an Zwang vom sozialen Umfeld gewaltsam ins Spiel gebracht wird. Alles an „Sturmland“ ist so dramatisch, wie sein Titel andeutet – und kann als Meilenstein des ungarischen Kinos bezeichnet werden, schreibt unser Autor Malte Göbel.
Lollipop Monster

Lollipop Monster

Ein Film, wie man ihn aus Deutschland nicht erwartet. Comic-Autorin Ziska Riemann hat zusammen mit Luci van Org eine sehr besondere Mädchenfreundschaft auf die Leinwand gezeichnet. "Lollipop Monster" ist ein herrliches Geschöpf geworden. Das quietschbunte Kuddelmuddel mit dunklen Abgründen zeigt Jella Haase in ihrer ersten Kinorolle – und steht ab heute als Stream zum Ausleihen und Kaufen im Salzgeber Club zur Verfügung. Unsere Autorin Jenni Zylka schreibt über ihre Filmeindrücke als "Ex-Pubertistin".
Ich, Tomek

Ich, Tomek

Robert Glinski erzählt in "Ich, Tomek" von einem Jungen, der an der deutsch-polnischen Grenze lebt und durch einen Freund zur Prostitution gezwungen wird. Das aufwühlende Drama steht ab morgen als Stream zum Ausleihen und Kaufen im Salzgeber Club zur Verfügung. Unser Autor André Wendler fragt sich, wie man einen Spielfilm über ein solches Thema sehen kann. Das Protokoll einer Ratlosigkeit.