Pedro Almodóvar (Regisseur)

Leid und Herrlichkeit

Leid und Herrlichkeit

Auch der neue Filme von Pedro Almodóvar ist wieder ein faszinierendes Vexierspiel zwischen Fiktion und vermeintlicher autobiographischer Wahrheit. Über drei Epochen fächert "Leid und Herrlichkeit" das schillernde Leben von Salvador Mallo auf, einem berühmten Filmregisseur am Ende seiner Laufbahn. Superstar Antonio Banderas, Star aus Almodóvars Frühwerk, spielt einen Künstler, der einst vor Lebenslust und Kreativität sprühte und sich heute nur noch mit Krankheiten herumplagt. Fritz Göttler hat sich den Film angesehen und neben einer großen Melancholie die energische Kraft der Movida Madrileña wiederentdeckt, jener lustvollen kulturellen Gegenbewegung des Madrids der 80er Jahre, die Almodóvar entscheidend geprägt hat – und der er mit seinem gesamten Kino eine Autobiografie geschrieben hat.
Chavela

Chavela

„Ich glaube, es gibt keine Bühne auf dieser Welt, die groß genug für Chavela wäre“, hat Pedro Almodóvar einmal über Chavela Vargas gesagt. Bevor er die mexikanische Sängerin in den 90er Jahren in seinen Filmen „Die Waffen einer Frau“ und „Mein blühendes Geheimnis“ besetzte, hatte man sie in ihrer Heimat schon beinah vergessen. Dabei war die offen lesbische Chavela von den 50ern bis in die 70er eine der bekanntesten Musikerinnen Lateinamerikas und galt als Königin der Rancheras, der mexikanischen Volkslieder, die sie zu Stücken einer tief verletzten Seele umgestaltete. Catherine Gund und Daresha Kyi haben über die berüchtigte Liebhaberin und große Einzelgängerin nun einen berührenden Dokumentarfilm gedreht. Von Maria Marchetta.