Frank Ripploh (Regisseur)

Taxi zum Klo

Taxi zum Klo

Bei seiner Erstveröffentlichung im Jahr 1980 löste "Taxi zum Klo" in den Kinos der braven Bundesrepublik einen Skandal aus – und wurde kurz darauf spektakulär mit dem Max Ophüls Preis ausgezeichnet. Heute gilt der authentische und schamlose schwule Liebesfilm als einer der großen Klassiker des queeren Kinos aus Deutschland. Der Regisseur und Hauptdarsteller Frank Ripploh, der als Lehrer an einer Schule in West-Berlin arbeitete, bis sein offener Umgang mit der eigenen Homosexualität ihn seinen Posten kostete, erzählt darin seine eigene Lebensgeschichte. Philipp Stadelmaier über einen Film, der in seiner Darstellung einer souveränen schwulen Hauptfigur der Zeit weit voraus war – und selbst heute noch progressiv wirkt.
Monika Treut: Female Misbehavior!

Monika Treut: Female Misbehavior!

Seit über 30 Jahren prägt die lesbische Regisseurin, Autorin und Produzentin Monika Treut mit ihren lustvoll-subversiven Spiel- und Dokumentarfilmen das queere Kino in Deutschland und der ganzen Welt. Die neue DVD-Box "Monika Treut: Female Misbehavior!" versammelt nun vier Schlüsselfilme aus dem Schaffen der unerschrockene Avantgardistin: ihren kühnen und von der damaligen Presse leidenschaftlich angefeindeten Debütfilm, das sadomasochistische Liebesdrama "Verführung: Die grausame Frau" (1985); das abenteuerliche Sex-Melodram "Die Jungfrauenmaschine" (1988); die in New York gedrehte Familienkomödie "My Father Is Coming" (1991); und den in San Francisco entstandenen und vielfach preisgekrönten trans*-futuristischen Dokumentarfilm "Gendernauts" (1999). Alle Filme wurden digital restauriert und werden von einem prallen Bonusprogramm ergänzt, das u.a. den Dokumentarfilm "Didn't Do It For Love" (1997) und die vierteilige Kurzfilmsammlung „Female Misbehavior“ (1992) beinhaltet. Erstmals ist damit Treuts bahnbrechendes Frühwerk vollständig in einer DVD-Edition vereint. Jan Künemund sprach mit Monika Treut, die vergangenes Jahr für ihr Lebenswerk mit dem Special Teddy der Berlinale ausgezeichnet wurde, über drei Jahrzehnte weibliche Kino-Lust, Gender-Science-Fiction und queere Pionierarbeit.