Frank Brenner (Autor)

Mein wunderbares West-Berlin

Mein wunderbares West-Berlin

Neu auf DVD: Mit einer Fülle von spektakulärem Archivmaterial und mitreißenden Interviews setzt Jochen Hick in seinem großartigen Dokumentarfilm "Mein wunderbares West-Berlin" der schwulen Mauerstadt ein persönlich eingefärbtes Denkmal. Wir haben gleich drei Autoren aus mehr oder weniger unterschiedlichen Generationen gebeten, sich "Mein wunderbares West-Berlin" anzusehen. Frank Brenner, geboren 1974, hätte den Film gerne schon im Geschichtsunterricht behandelt. Toby Ashraf, Jahrgang 1982, lässt sich von der Offenheit der befragten Protagonist*innen berühren. Und für Hans Hütt, der 1953 zur Welt kam und selbst in West-Berlin gelebt hat, legen sich über Hicks Filmbilder Erinnerungen an alte Gefährten und die eigene Spur.
Ein Weg

Ein Weg

Andreas und Martin sind ein Paar, seit vielen Jahren schon, eingespielt und routiniert. Andreas‘ Sohn Max aus einer früheren, heterosexuellen Beziehung haben sie gemeinsam großgezogen. Die drei wirken wie eine perfekte Patchworkfamilie. Doch als Max sein Zuhause verlässt, gerät auch die Partnerschaft zwischen Andreas und Martin ins Treiben. Chris Miera, Absolvent der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, begibt sich in seinem Spielfilmdebüt auf die Spuren einer langen Beziehung. Am Donnerstag startet „Ein Weg“, der letztes Jahr auf der Berlinale uraufgeführt wurde, in den deutschen Kinos. Von Frank Brenner.
1:54

1:54

Neu auf DVD: Tim ist ein Chemie-Genie und ein guter Sportler. Doch seit dem frühen Tod seiner Mutter läuft er nicht mehr und lässt die Hänseleien seines brutalen Mitschülers Jeff über sich ergehen. Ein schrecklicher Vorfall, für den sich Tim die Mitschuld gibt, rüttelt ihn auf. Er fängt wieder mit dem Laufen an, vor allem um Jeff eins auszuwischen und ihm den Startplatz über die 800m bei den nationalen Wettkämpfen wegzunehmen. Für die Qualifikation muss Tim die Strecke in 1:54 Minuten laufen. Doch Jeff ist jedes Mittel Recht, um seinen Intimfeind auf Distanz zu halten, auch wenn es noch so grausam ist... Regisseur Yan England steigert in seinem vielschichtigen High-School-Drama über Cybermobbing und Homophobie die Spannung immer weiter, bis sie im überraschenden Finale schier zu bersten scheint. In der Hauptrolle des introvertierten Tim glänzt Antoine Olivier Pilon, Xavier Dolans furioser Hauptdarsteller aus „Mommy“ (2014). Von Frank Brenner.
Auf den zweiten Blick

Auf den zweiten Blick

Eines Tages erhält der Grafikdesigner Dean eine E-Mail von seinem Ex-Freund Alex, von dem er 15 Jahre lang nichts gehört hat. Jetzt will Alex ihn wiedersehen. Nach einigem Zögern entscheidet sich Dean zu einem Treffen und lädt Alex in sein Ferienhaus nach Joshua Tree ein. Dort entflammt sofort die alte Leidenschaft, aber mit der Vertrautheit kommen auch die Zweifel von früher – und die Fragen nach den vielen Jahre dazwischen. Tim Kirkman („Loggerheads“) hat sich in seinem neuen Film auf ein hochemotionales Gedanken­experiment eingelassen – und spielt dabei gekonnt mit den visuellen Möglichkeiten des narrativen Kinos. Von Frank Brenner.
Steel

Steel

Daniel hat ein Leben, von dem andere nur träumen: Er sieht blendend aus, moderiert die heißeste Talk-Show im US-Fernsehen und kriegt jeden Kerl ins Bett. Doch wie aus dem Nichts kommen eines Tages die Panikattacken, und sie werden immer schlimmer. Daniels einziger Kontakt zur Außenwelt ist bald nur noch Alexander, den er auf einer Party kennengelernt hat. Doch der scheint ein Geheimnis zu haben. Eines, das Daniel tief in die eigene Vergangenheit führt... Der aus München stammende Regisseur Sven J. Matten verwischt in seinem erotischen Psychodrama die Grenzen zwischen Gegenwart und Erinnerung, Realität und Imagination, irrationaler Angst und einem Trauma aus Schuld und Verlust. Von Frank Brenner.
Wie schön du bist

Wie schön du bist

Braucht große Kunst echte Gefühle? Was ist Schönheit? Und was eigentlich Liebe? Joseph Graham stellt in seinem amourösen Episodenfilm "Wie schön Du bist" die ganz großen Fragen. Sein Reigen um vier emotional verwundete Großstädter, die im Lauf einer Nacht zueinanderfinden, erzählt von Writer’s Block und kreativer Potenz, unerfüllter Sehnsucht und größter Lust, nie enden wollender Einsamkeit und plötzlicher Gemeinschaft. Von Frank Brenner.