Stefan Butzmühlen (Regisseur)

Lichtes Meer

Lichtes Meer

Das Meer eignet sich seit Ewigkeiten als Kulisse für schwules Seemansgarn. Nicht selten ist früher einer aufs Schiff, um der heimatlichen Sexualkontrolle zu entfliehen. Doch wie lässt sich mannmännliche Romantik heute erzählen, in Zeiten der modernen Frachtschifffahrt? Stefan Butzmühlen ist das Wagnis eingegangen. "Lichtes Meer" erzählt von einer Matrosenliebe zwischen Vorpommern und Martinique, mit schluchzendem Soundtrack und wilden Meeresbildern, aber auch mit Blick für heutige Realitäten und beiden Beinen auf leicht schaukelndem Boden. Unser Autor Nikolaus Perneczky über einen Film, in dem Nähe und Distanz, Intimität und Autonomie einander nicht ausschließen. "Lichtes Meer" läuft am Donnerstag, den 30. Juli um 23h30 bei rbb QUEER.
Lichtes Meer: Interview mit Stefan Butzmühlen

Lichtes Meer: Interview mit Stefan Butzmühlen

Stefan Butzmühlen hat seine Hochseeromanze „Lichtes Meer“ auf einem echten Containerschiff gedreht. sissy hatte dazu ein paar Fragen - und nutzte gleich zwei Gelegenheiten, mit dem Regisseur über seinen zweiten Langfilm zu sprechen. Er erzählte uns von wilden Matrosenträumen, schwärmt von mutigen Laiendarstellern, klärt die Frage, wie man Freddy Quinn ersetzt - und gibt in einem Video-Interview mit seinem Co-Autoren Jan Künemund preis, wie man das Drehbuch für einen Film schreibt, in dem Improvisation und erzählerische Offenheit als Stilprinzipien gelten.
Sleepless Knights

Sleepless Knights

In der surrealen Landschaft der spanischen Extremadura erzählen Cristina Diz und Stefan Butzmühlen in ihrem Debütfilm „Sleepless Knights“ vom Aufeinandertreffen und Aneinander-Vorbeileben einer alten, starren, verpanzerten Dorfbevölkerung und eines jungen schwulen Paares, das die Jugendarbeitslosigkeit aus den Metropolen aufs Land getrieben hat. Nikolaus Pernetzky hat unterhalb der großen Scheinwerfer der Massenkultur in diesem Film die Beständigkeit kleiner Lichtquellen entdeckt. Und die Filmemacherin Angela Schanelec schwärmt über einen Film, in dem vom ersten Bild an alles möglich ist.