Dennis Cooper (Schriftsteller)

Dennis Cooper: Mein loser Faden

Dennis Cooper: Mein loser Faden

Der US-Schriftsteller Dennis Cooper wurde in den 90er Jahren durch seinen Roman-Zyklus "George Miles" ("Ran", "Sprung", "Dreier", "Fort", "Punkt") berühmt. Heute lebt der Outlaw-Autor in Paris, wo er sich auch als transgressiver Filmemacher ("Like Cattle Towards Glow") betätigt und einen berüchtigten Blog schreibt. Im Luftschacht Verlag ist nun in deutscher Übersetzung ein Roman aus dem Jahr 2002 erschienen: "Mein loser Faden", entstanden kurz nach dem Amoklauf von Columbine, wirkt auf den europäischen Leser wie eine Art Gebrauchsanweisung für Amerika. Jenseits aller vermeintlicher Gemeinsamkeiten des "Westens" erkundet er – wie viele andere Werke des Autors – die Einsamkeit und Ratlosigkeit der Menschen in einer Welt, die vom Recht des Stärkeren regiert wird und deren Waffengesetze es erlauben, dass jeder "für 15 Minuten" der vermeintlich Stärkste sein kann. Für uns schreibt Michael Sollorz, der selbst schon Cooper ins Deutsche übersetzte hat, über ein abseitiges Jugendporträt, dem man sich als Leser*in nur schwer entziehen kann.
Like Cattle Towards Glow: Interview mit Zac Farley und Dennis Cooper

Like Cattle Towards Glow: Interview mit Zac Farley und Dennis Cooper

Mit dem fünfteiligen Episodenfilm "Like Cattle Towards Glow" haben Regisseur Zac Farley und Kultautor Dennis Cooper (denniscooperblog.com) einen sinnlich-morbiden, sexuell überaus expliziten Sehnsuchtsreigen gedreht. Im Gespräch mit Kameramann Michael Salerno erzählen sie von gut geschriebenen Pornos, Bilderverbot für Nekrophilie und dem Spaß am "fucking up".
Like Cattle Towards Glow

Like Cattle Towards Glow

Der US-Autor Dennis Cooper („Frisk“, „Dreier“) hat einen Ruf wie Donnerhall: Punk-Pate, Queercore-Ikone, „gefährlichster Schriftsteller der USA“. Jetzt hat er mit dem jungen Franzosen Zac Farley seinen ersten Film gedreht. In fünf Episoden handelt „Like Cattle Toward Glow“ von Liebe, Sex, Gewalt und Todessehnsucht – und allem, was dazwischen liegt. Das erinnert ein wenig an Larry Clark und Bruce LaBruce, ist aber von einer ganz eigenen, dunklen Poesie. Ein Versuch der Annäherung an ein rätselhaftes Leuchten. Von André Wendler.