Matthias Frings (Autor)

Liebe geht seltsame Wege

Liebe geht seltsame Wege

In "Liebe geht seltsame Wege" greift Ira Sachs das Hollywood-Format der „Wiedervermählungskomödie“ auf – nur, dass es hier um ein betagtes schwules Paar geht, das ausgerechnet durch die Möglichkeit, endlich zu heiraten, auseinandergebracht wird und zusehen muss, wie es wieder zusammenfindet. Durch Jobverlust und unbezahlbare Mieten in Manhattan separiert, erfahren die von John Lithgow und Alfred Molina gespielten Helden die Hilfe eines mehrgenerationalen Freundes- und Familien-Netzwerks. Ein wunderbar leiser und charmanter Film über New York und das, was Menschen einander weitergeben können. Von Matthias Frings.
Dunkler als die tiefste Nacht

Dunkler als die tiefste Nacht

Die italienische Drag Queen Fuxia hat die Geschichte ihrer sizilianischen Kindheit und Jugend erzählt, der Regisseur Sebastiano Risio daraus einen Film gemacht. Er handelt von den entscheidenden Jugend- und Wanderjahren des 14-jährigen Davide, der vor seinem prügelnden Vater in den Rotlichtbezirk Catanias flieht, wo ihn eine wilde Strichertruppe bei sich aufnimmt und ihm Raum zum Durchatmen und zur Selbstfindung gibt. Mit ihrer Wärme, die ganz ohne pittoreske Verschönerungen funktioniert, hat es diese Geschichte bis nach Cannes geschafft, wo "Dunkler als die tiefste Nacht" 2014 in der Semaine de la Critique gefeiert wurde. Von Matthias Frings.