Michael Roes (Schriftsteller)

Michael Roes: Herida Duro

Michael Roes: Herida Duro

Nach "Der Coup des Berdache" (1999) kehrt der deutsche Schriftsteller Michael Roes zum Thema kulturell regulierter geschlechtlicher Ambivalenz zurück: Die Albanerin Herida Duro wird von ihrem Vater zum Mann erklärt, da ihre Eltern keinen männlichen Erben haben. Herida verlässt das karge Bergdorf ihrer Jugend und macht als Filmemacherin Karriere, zunächst im totalitären Regime des maoistischen Revolutionsführers Enver Hoxha, später in Rom. Vom eigenen Lebensglück abgeschnitten, vertieft sie sich in das Schicksal eines anderen fremdbestimmten Ausnahmemenschen – und dreht einen Film über die Jugend des Jesus von Nazareth.