Rose Glass (Regisseurin)

Das lesbische Kino und die Geschichte eines lange verkannten Begehrens

Das lesbische Kino und die Geschichte eines lange verkannten Begehrens

Warum war es für lesbisches Kino immer so schwer, kulturelle Resonanz zu erzeugen? Von Beginn an war es Teil des Kinos, und doch blieb lesbisches Begehren seltsam zahm, im Sichtbaren verborgen und erzählerisch entschärft. Arabella Wintermayr blickt auf die Gründe und Folgen dieser Ordnung – und warum sie sich gerade im Wandel befindet.
Love Lies Bleeding

Love Lies Bleeding

Lou lebt in einem Kaff in New Mexico, managt ein Fitnessstudio und leidet an ihrer dsyfunktionalen Familie. Als die ehrgeizige Bodybuilderin Jackie auf dem Weg nach Las Vegas durch den Ort kommt, ist sie sofort entflammt. Doch die Amour fou zwischen den beiden Frauen wird in der Kleinstadt zur Projektionsfläche für Hass und Gewalt. In ihrem zweiten Film dekonstruiert die britischen Regisseurin Rose Glass gängige Geschlechter- und Genreklischees mit viel Lust auf schwarzen Humor und Sinn für Sleaze. „Love Lies Bleeding“ ist eine queer-feministische Thriller-Romanze und Tomboy-Kino erster Güte. Andreas Köhnemann nutzt seine Besprechung für einen Liebesbrief an Hauptdarstellerin Kristen Stewart, die spätestens jetzt als queere Filmikone gelten darf.