Wer oder was eine Sissy ist – das mit der österreichischen Kaiserin lassen wir jetzt mal weg – dürfte bei FilmfreundInnen kein Geheimnis sein. Diese in Hollywood erfundene Nebenfigur versinnbildlicht seit Stummfilmzeiten, dass die Personnage eines guten Films im besten Fall aus mehr als nur einem romantischen Hetero-Liebespaar bestehen muss. Sie ist eine glamouröse, sich verschleudernde Alternative. Oder wie es die glbtq-Enzyklopädie ausdrückt: „Die Sissy steht für eine begehrenswerte Welt aus Raffinesse und purem Vergnügen, weit entfernt vom langweiligen Status Quo.“

sissy siebenundzwanzig

KINO

YOU AND I
von Nils Bökamp_Pfeil

BFF – BESTE FREUNDINNEN
FÜR IMMER
von Andrew Putschoegl_Pfeil

DER HEIMLICHE FREUND
von Mikel Rueda_Pfeil

ZOMER — NICHTS WIE RAUS!
von Colette Borhof_Pfeil

EISENSTEIN IN GUANAJUATO
von Peter Greenaway_Pfeil

DUKE OF BURGUNDY
von Peter Strickland_Pfeil

DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER
von Lars Kraume_Pfeil

LIMBO
von Anna Sofie Hartmann_Pfeil

45 YEARS
von Andrew Haigh_Pfeil

HERR VON BOHLEN PRIVAT
von André Schäfer_Pfeil

HOCKNEY
von Randall Wright_Pfeil

IN THE GRAYSCALE
von von Claudio Marcone
und UNTER DER HAUT
von Claudia Lorenz_Pfeil


DVD


GO FISH
von Rose Troche_Pfeil

BIZARRE
von Etienne Faure_Pfeil

EIN WEISSER VOGEL
IM SCHNEESTURM
von Gregg Araki_Pfeil

und die Neuerscheinungen der letzten Zeit




PLUS

DER MOMENT
Fabian Hischmann über seinen Filmmoment aus STAND BY ME
von Rob Reiner _Pfeil

Nachruf
WIR SCHEISSEN
AUF DEN MAINSTREAM –
Zum Tod von Peter Kern_Pfeil


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So, wie Herr von Bohlen auf unserem Titelbild, mutmaßlich in Gedanken über sein Leben in Luxus und Verschleuderung sinnierend, in Harmonie mit sich und der Welt die Augen schließt, denkt auch die SISSY über 27 verschwenderische Ausgaben mit nicht-heterosexuellen Kostbarkeiten nach – und schließt nun ein Kapitel. Das Heft, das ihr in euren Händen haltet, wird bis auf weiteres die letzte gedruckte SISSY sein, bevor sie sich selbst eine neue Form gibt.
Als wir im März 2009 anfingen, für das queere Kino eine eigene publizistische Bühne zu schaffen, auf der geschwärmt, gefeiert, Interesse erzeugt und manchmal dezent der Kopf geschüttelt werden konnte, war die Idee eines neuen, noch dazu kostenlosen, Printmagazins bereits sehr exotisch. Mit dem großen Erfolg und der großen Nachfrage, die sich bis heute auf über 5.000 Abonnent_innen gesteigert hat, hatten wir dabei nicht gerechnet. Dass sich ein Heft mit derart exotischem Inhalt nicht für alles und jeden als idealer Ort für Anzeigen eignet, war klar – die Finanzierbarkeit somit immer prekär.
Wir finden aber auch, dass man nach 6 ¾ Jahren mal etwas anderes machen kann. Was genau, wissen wir noch nicht. Vielleicht geht die SISSY komplett ins Netz und verbindet sich hier glamourös mit der audiovisuellen Sphäre, vielleicht sogar auf viel direkterem Weg mit dem, was ihr eigentliches Thema ist – Filme. Und/oder sie geht den umgekehrten Weg und wird als verschwenderische Printpublikation dauerhaft in Regalen stehen.

Da man ein Komma setzen kann, wenn es am schönsten ist, freuen wir uns sehr, dass ein in der SISSY publizierter Text, noch dazu von einem Autoren, der seit der allerersten Ausgabe (damals noch als Tobias Rauscher) dabei ist, den Siegfried-Kracauer-Preis für die beste deutsche Filmkritik des Jahres 2014 erhalten hat: Toby Ashraf für „Tophilia“, seinem Zwiegespräch über „Geron“ von Bruce LaBruce (SISSY 23). Auch wenn die Jury diesen Text von der „Autorität eines Feuilleton-Stücks“ abgrenzen zu müssen glaubte und schmunzelnd bemerkte, hier seien Positionen „nicht mit dem Florett“ (wie im Feuilleton, klar), sondern „mit dem Hackebeil“ verteidigt worden, ist doch eine mit dem Hackebeil bewaffnete SISSY ein schönes vorläufiges Schlussbild.

Vielen Dank an Toby und die vielen anderen Autor_innen und erst recht an die vielen tollen Leser_innen der SISSY für fast sieben verschwenderische Jahre!

 


Kommentare und Fragen gern an redaktion[ät]sissymag[.]de

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