Weite Blicke

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Jan Krüger

Jan Krüger

"Seine visuellen (E)Motionen gehen von einer verborgenen Sehnsucht der Figuren aus und münden, nach einer Kreisbewegung, in dieselbe zurück. Dazwischen verstreicht die Zeit", schreibt Gunther Geltinger über das Œuvre von Jan Krüger. Bisher haben Krügers Langfilme diese Bewegung sogar im Titel mit sich getragen: „Unterwegs“ (2007), „Rückenwind“ (2009), „Auf der Suche“ (2011). In seinem jüngsten Film „Die Geschwister“ ersetzt nun ein scheinbar statischer Begriff dieses Bewegungsbild, der jedoch - auch das ist typisch für Krüger - normative, traditionelle und mythische Beziehungsvorstellungen vereint. Anlässlich der DVD-Premiere von "Die Geschwister" blickt sissy auf Krügers bisherige Etappen.
Ira Sachs

Ira Sachs

"Wenn Martin Scorsese der wichtigste Autorenfilmer des New Yorks der 70er und 80er war", schrieb vor kurzem das US-Magazin Vulture, "und Spike Lee jener der späten 80er und 90er, dann wird Ira Sachs nach und nach der maßgebliche Auteur des heutigen New Yorks". Seit seinem vierten Spielfilm "Keep the Lights On" agiert Sachs in der Tat wie kein zweiter Regisseur als ein künstlerischer Seismograf seiner im sozialen Wandel befindlichen Wahlheimatstadt. Anlässlich der DVD-Veröffentlichung seines jüngsten Films "Little Men" erinnert sich sissy an Sachs’ in queeren Kritikerkreisen berüchtigten Debütfilm und an seine Generationen-umspannende New-York-Trilogie, die ihm letztes Jahr sogar eine "mid-career retrospective" im Museum of Modern Art bescherte.
Sébastien Lifshitz

Sébastien Lifshitz

Mit „Les vies de Thérèse“, einem Dokumentarfilmporträt über die französische Feministin Thérèse Clerc, hat Sébastien Lifshitz im Mai beim Filmfestival in Cannes die Queer Palm gewonnen. Bis sein neuer Film bei uns zu sehen ist, wagen wir einen Blick zurück auf Lifshitz‘ vielschichtiges Spielfilmwerk, zu dem mit dem romantischen Coming-of-Age-Film „Sommer wie Winter …“ und dem Außenseiter-Drama „Wild Side“ zwei große Klassiker des Queer Cinema gehören.