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Das Nest

Das Nest

Binge-watching auf der großen Leinwand: Im Mai zeigt die queerfilmnacht keinen klassischen Kinofilm, sondern die großartige, durch und durch queere Miniserie „Das Nest“ der jungen brasilianischen Regisseure Filipe Matzembacher und Marcio Reolon („Seashore“). Die vierteilige Serie erzählt von einer Brudersuche in Porto Alegre, die unverhofft zu neuen Freiheiten führt, und vom subversiven Entwurf einer alternativen Familie, die keine Formen der Ausgrenzung mehr kennt. Unser Autor Toby Ashraf hat sich mit den beiden Filmemachern via Skype über die Entstehungsgeschichte der Serie unterhalten, über queeres Leben in Brasilien und die vielfältigen Formen des Widerstands, die „Das Nest“ entwirft.
Siebzehn

Siebzehn

Im April ist es in der queerfilmnacht schon kurz vor den Sommerferien. Die Internatsschülerin Paula ist heimlich in Charlotte verliebt. Doch die ist mit Michael zusammen. Und dann bekommt Paula auch noch von Tim den Hof gemacht. Paula muss sich entscheiden, ob sie ihren eigenen Gefühlen folgt oder denen der anderen. Regie-Debütantin Monja Art zeigt in ihrem herrlich unkonventionellen Coming-of-Drama "Siebzehn" das Teenagersein in der niederösterreichischen Provinz als Achterbahnfahrt der Gefühle und in einer Ansammlung von amourösen Minidramen. Draußen hört man Blasmusik, ein Mähdrescher zieht seine Bahnen, und mit etwas Glück kommt bald ein Bus. "Sensibel, entschlossen, wunderbar", lobte die Jury des Max-Ophüls-Preises, als sie "Siebzehn" im Januar auszeichnete. sissy spürt der jugendlichen Sehnsucht nach – und entdeckt ein Verlangen von unaufgeregter Gewaltigkeit. Ein Film über all das, was plötzlich geschehen könnte. Von Tania Witte.